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02.07.2026
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9
Minuten Lesedauer
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von
Johannes Manske, CEO

Getränke-Catering für Firmen: Kosten und Konzepte 2026

Beim Getränke-Catering für Firmen gibt es drei Konzepte: die Getränkepauschale pro Person, das Selbstzahler-Modell und die Abrechnung nach Verbrauch. Die Pauschalen reichen von rund 3,57 € pro Person für eine Kaffee- und Tee-Station über rund 6 € für eine alkoholfreie oder Basic-Auswahl und rund 12 bis 24 € für eine Premium-Pauschale inklusive Bier, Wein und Sekt bis zu rund 26 € für Cocktails und Longdrinks. Event- und Abendpauschalen liegen zwischen 17 und 34 € pro Person. Alle Werte verstehen sich netto zuzüglich Mehrwertsteuer. Dazu kommen Servicepersonal und Barkeeper, Equipment wie ein Getränkekühlschrank für rund 119 € und das Pfand. Wer das Konzept zum Anlass wählt, zahlt nicht für ungenutzte Reichweite.

1. Drei Abrechnungsmodelle: Pauschale, Selbstzahler, nach Verbrauch

Bevor es um Preise geht, lohnt der Blick auf das Abrechnungsmodell, denn es entscheidet über Planbarkeit und Gesamtkosten stärker als die einzelne Getränkesorte. Drei Modelle haben sich etabliert, und jedes passt zu einem anderen Anlass.

Die Getränkepauschale pro Person ist das planbarste Modell. Die Firma zahlt einen festen Betrag pro Gast für einen definierten Zeitraum, und alle Getränke aus der vereinbarten Auswahl sind abgedeckt. Das macht die Kalkulation einfach und schützt vor Überraschungen, kostet aber auch dann den vollen Satz, wenn weniger getrunken wird als geplant.

Beim Selbstzahler-Modell übernimmt die Firma keine oder nur einen Teil der Getränkekosten, und die Gäste zahlen selbst. Das ist bei lockeren Formaten und längeren Festen verbreitet und hält das Firmenbudget schlank. Die Abrechnung nach Verbrauch wiederum rechnet nur ab, was tatsächlich geöffnet wurde, etwa kistenweise. Das ist fair, verlangt aber eine saubere Erfassung vor Ort.

Welches Modell günstiger ausfällt, hängt von Dauer und Trinkverhalten ab. Eine kurze, planbare Tagung fährt mit der Pauschale am einfachsten, ein langer Sommerabend mit stark schwankendem Durst eher mit Selbstzahler oder Verbrauch. Bei Unsicherheit lohnt es sich, beide Varianten gegenrechnen zu lassen, bevor die Wahl fällt. Wie sich Getränke in die gesamte Catering-Kalkulation einfügen, ordnet unser Leitfaden zu den Catering-Kosten für Unternehmen ein.

2. Was die Getränkepauschale pro Person kostet

Die Getränkepauschale ist das häufigste Modell im Firmen-Catering, und ihre Höhe hängt vor allem von der Auswahl ab. Von der reinen Heißgetränke-Station bis zur Cocktailbar liegen mehrere Stufen dazwischen, die sich klar in Preisklassen ordnen lassen.

Grafik 1: Getränkepauschalen pro Person, Richtwerte netto zuzüglich Mehrwertsteuer. Kaffee- und Tee-Station rund 3,57 €. Alkoholfrei rund 6 €. Basic mit Softdrinks, Schorlen und Wasser rund 6 bis 11 €. Premium inklusive Bier, Wein und Sekt rund 12 bis 24 €. Cocktails und Longdrinks rund 26 €. Event- und Abendpauschalen rund 17 bis 34 €.

Am unteren Ende steht die Kaffee- und Tee-Station mit rund 3,57 € pro Person, gefolgt von der alkoholfreien Pauschale aus Softdrinks, Wasser und alkoholfreiem Bier um die 6 €. Eine Basic-Pauschale mit Softdrinks, Schorlen und Wasser bewegt sich je nach Anbieter zwischen rund 6 und 11 € pro Person. Die Premium-Pauschale mit Bier, Wein, Sekt und alkoholfreien Optionen liegt zwischen rund 12 und 24 €, und eine reine Cocktail- und Longdrink-Pauschale erreicht rund 26 € pro Person.

Die Bezugsgröße sollte man dabei im Blick behalten: Diese Pauschalen gelten für einen Zeitraum von einigen Stunden, nicht unbegrenzt. Eine Tagespauschale für Getränke kann schon ab rund 9,52 € pro Person beginnen, während eine Abend- oder Eventpauschale mit breiter Auswahl bei 17 bis 34 € pro Person liegt. Konkret kostet zum Beispiel eine Premium-Pauschale von 11,90 € netto inklusive Mehrwertsteuer rund 14,16 € pro Person, was bei der Budgetplanung mitgedacht werden sollte.

3. Selbstzahler und Abrechnung nach Verbrauch

Nicht immer ist die Pauschale die wirtschaftlichste Wahl. Bei langen Festen oder sehr unterschiedlichem Trinkverhalten lohnt der Blick auf zwei Alternativen, die das Risiko anders verteilen.

Das Selbstzahler-Modell verlagert die Getränkekosten auf die Gäste. Die Firma stellt die Infrastruktur, etwa eine Bar mit Barkeeper, und die Gäste zahlen ihre Getränke selbst. Für die Firma ist das das schlankeste Modell, weil nur Aufbau und Personal anfallen. Es passt zu Sommerfesten und Abendveranstaltungen, bei denen ohnehin lange und unterschiedlich getrunken wird, und nimmt das Risiko aus der Pauschale.

Die Abrechnung nach Verbrauch rechnet nur das ab, was wirklich konsumiert wurde. Eine Getränkekiste mit Softdrinks oder Wasser liegt zum Beispiel bei rund 59,50 € pro Kasten, ein Kasten Wasser mit 24 Flaschen bei rund 56 €. Dieses Modell ist fair, weil keine ungenutzte Reichweite bezahlt wird, verlangt aber eine verlässliche Erfassung und in vielen Fällen eine Mindestmenge. Welche Posten bei der Budgetplanung pro Mitarbeitenden zusammenkommen, zeigt unser Beitrag zum Budget pro Mitarbeiter.

Getränkekonzept passend zum Anlass anfragen

  • Pauschalen pro Person für eure Gästezahl gerechnet
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Fruit and salad bowls.

4. Die versteckten Posten: Service, Equipment, Pfand, Eis

Mit der reinen Pauschale pro Person plant man zu knapp. Rund um die Getränke kommt eine Reihe von Posten dazu, die in der Pro-Kopf-Zahl nicht stecken und die Rechnung deutlich nach oben verschieben.

Der größte Zusatzposten ist das Personal. Ein Barkeeper oder Getränkeservice für einen typischen Einsatz über sechs Stunden kostet rund 380 € zuzüglich Vor- und Nachbereitung. Bei größeren Festen mit Bar und Ausschank braucht es mehrere Kräfte, und die summieren sich über den Abend. Mit Selbstbedienung spart man an dieser Stelle, verliert aber etwas Service-Qualität.

Beim Equipment fallen Getränkekühlschränke, Gläser, Theken und Kühlung an. Ein Getränkekühlschrank kostet je nach Anbieter zwischen rund 54 und 216 € pro Gerät, häufig rund 119 €. Dazu kommt im Sommer Eis und zusätzliche Kühlung, die bei Hitze schnell unterschätzt wird. Auch das Pfand für Flaschen und Fässer gehört in die Rechnung, selbst wenn es später erstattet wird. Welche Kostenfallen bei Firmenevents typisch sind, beleuchtet unser Beitrag zu den versteckten Catering-Kosten bei Firmenevents.

5. Mengen richtig kalkulieren: wie viel pro Person und Stunde

Die häufigste Frage nach dem Preis ist die nach der Menge. Eine gute Faustregel verhindert, dass die Getränke ausgehen oder halbe Kästen übrig bleiben und unnötig Geld kosten.

Grafik 2: Entscheidungs-Matrix Getränkekonzept. Office-Alltag: Kaffee- und Tee-Station plus Wasser, rund 3,57 bis 6 € pro Person. Tagung oder Konferenz: Konferenzpauschale, rund 9 bis 14 € pro Person. Empfang oder Sommerfest: Premium- oder Eventpauschale plus Barkeeper, rund 17 bis 34 € pro Person. Großes Open-End-Fest: Selbstzahler oder Abrechnung nach Verbrauch prüfen.

Als grobe Orientierung rechnet man für die erste Stunde rund zwei bis drei Getränke pro Person, danach etwa ein bis zwei pro weiterer Stunde. Bei einem dreistündigen Empfang landet man so bei vier bis sechs Getränken pro Gast. Der Anteil alkoholfreier Getränke sollte heute bei mindestens der Hälfte liegen, weil Wasser, Schorlen und alkoholfreie Optionen stark nachgefragt sind und im Sommer noch mehr.

Die Dauer ist der größte Hebel. Eine Konferenzpauschale für drei Stunden kostet rund 9 € pro Person, für sechs Stunden eher 14 €, und über zwei Tage summiert sie sich auf rund 26 €. Eine realistisch angesetzte Veranstaltungsdauer ohne großzügiges Aufrunden spart bares Geld, ohne dass jemand auf dem Trockenen sitzt.

Auch die Tageszeit und der Anlass verschieben den Bedarf. Bei einem Mittagsempfang dominieren Wasser, Schorlen und alkoholfreie Optionen, während ein Abendfest mehr Bier, Wein und Longdrinks zieht. Bildet man das im Verhältnis ab, bestellt man weder zu viel teuren Alkohol noch zu wenig Alkoholfreies und trifft die Kalkulation deutlich präziser.

6. Welches Getränkekonzept zu welchem Anlass passt

Das richtige Konzept ergibt sich aus dem Anlass, nicht aus dem ersten Impuls. Drei Punkte grenzen die Wahl ein: die Dauer der Veranstaltung, die Frage nach dem Alkoholausschank und der gewünschte Service-Umfang.

Für den Office-Alltag genügt eine Kaffee- und Tee-Station ergänzt um Wasser, was mit rund 3,57 bis 6 € pro Person günstig und unkompliziert ist. Für Tagungen und Konferenzen ist die Konferenzpauschale die naheliegende Wahl, weil sie Heißgetränke, Wasser und Softdrinks über den Tag abdeckt. Wie sich solche Verpflegung in den Büroalltag einfügt, zeigt unser Business-Catering im Detail.

Für Empfänge und Sommerfeste lohnt sich eine Premium- oder Eventpauschale mit Bier, Wein und alkoholfreien Optionen, idealerweise mit Barkeeper für ein gepflegtes Ausschankbild. Bei großen, offenen Festen ohne festes Ende ist dagegen das Selbstzahler-Modell oder die Abrechnung nach Verbrauch meist die wirtschaftlichere Wahl, weil niemand für ungenutzte Pauschalen zahlt. Für die laufende Mitarbeiterversorgung lässt sich das passende Corporate-Catering flexibel anpassen.

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Plate with salad and caviar

Fazit

Getränke-Catering für Firmen gelingt dann am besten, wenn das Abrechnungsmodell zum Anlass passt und die versteckten Posten von Anfang an mitgeplant sind. Die Pauschale ist planbar und reicht von rund 3,57 € für eine Kaffee-Station bis rund 26 € für Cocktails, während Selbstzahler und Abrechnung nach Verbrauch bei langen Festen häufig günstiger ausfallen.

Den Ausschlag gibt die vollständige Gesamtrechnung. Zur Pauschale pro Person kommen Service, Equipment und Pfand, und gerade der Barkeeper mit rund 380 € pro Einsatz wird leicht vergessen. Mit realistisch angesetzter Dauer, sauber kalkulierten Mengen und einem alkoholfreien Anteil von mindestens der Hälfte steht am Ende ein Getränkekonzept, das ankommt und kalkulierbar bleibt.

FAQ

Was kostet Getränke-Catering für Firmen pro Person?

Je nach Auswahl zwischen rund 3,57 € pro Person für eine Kaffee- und Tee-Station und rund 26 € für Cocktails und Longdrinks. Eine Premium-Pauschale mit Bier, Wein und Sekt liegt bei rund 12 bis 24 €, eine Event- oder Abendpauschale bei 17 bis 34 €, jeweils netto zuzüglich Mehrwertsteuer.

Pauschale oder Selbstzahler: was lohnt sich?

Die Pauschale ist planbar und ideal für definierte Zeiträume und Tagungen. Das Selbstzahler-Modell lohnt sich bei langen, offenen Festen, weil die Firma nur Aufbau und Personal zahlt und niemand für ungenutzte Pauschalen aufkommt.

Wie viele Getränke braucht man pro Person?

Als Faustregel rund zwei bis drei Getränke in der ersten Stunde und danach ein bis zwei pro weiterer Stunde. Bei einem dreistündigen Empfang sind das vier bis sechs Getränke pro Gast, davon mindestens die Hälfte alkoholfrei.

Was kostet ein Barkeeper beim Getränke-Catering?

Ein Barkeeper oder Getränkeservice für einen typischen Einsatz über sechs Stunden kostet rund 380 € zuzüglich Vor- und Nachbereitung. Bei größeren Festen mit Bar und Ausschank werden mehrere Kräfte nötig.

Welche versteckten Kosten gibt es beim Getränke-Catering?

Vor allem Servicepersonal und Barkeeper, Equipment wie Getränkekühlschränke für rund 119 € pro Gerät, Gläser und Theken, dazu Eis und Kühlung im Sommer sowie das Pfand für Flaschen und Fässer.

Wie hoch sollte der alkoholfreie Anteil sein?

Heute mindestens die Hälfte. Wasser, Schorlen und alkoholfreie Optionen sind stark nachgefragt, im Sommer noch mehr. Eine gute Auswahl alkoholfreier Getränke gehört in jedes Konzept und verhindert, dass nur teure alkoholische Getränke kalkuliert werden.

Noch heute einen individuellen Menüvorschlag erhalten.

Image of small burger buns on a plate