

Bei einem Firmenevent in München fällt die wichtigste Weichenstellung nicht beim Menü, sondern bei den Auflagen der Location. Sie bestimmen, welchen Caterer man überhaupt beauftragen darf, wann der Abend enden muss und welche Posten neben Miete und Essen noch auf die Rechnung wandern. Diese Fragen gehören an den Anfang der Planung, nicht ans Ende.
Der Grund liegt in der Reihenfolge. Erst steht die Location, dann das Catering, denn das Haus gibt vor, ob ein externer Caterer erlaubt ist, ob eine Küche zur Verfügung steht und bis wann Musik laufen darf. Bucht man in umgekehrter Reihenfolge, sitzt man womöglich mit einem Wunsch-Caterer da, den die Location gar nicht zulässt. Das kostet Zeit, Nerven und im schlimmsten Fall eine Stornogebühr.
In München kommt ein hohes Preisniveau hinzu. Die Stadt ist als Eventstandort teuer und in der Saison knapp, und gerade die Häuser mit klarer Caterer-Bindung zählen zu den gefragtesten. Die Auflage ist damit kein Randthema, sondern ein Budgetfaktor, der über mehrere hundert Euro entscheiden kann. Wie sich ein einzelnes Event in die gesamte Firmenplanung einfügt, ordnet unser Leitfaden zur Eventplanung für Firmen ein.
Dieser Beitrag ist der Vertiefungsteil der München-Serie zum Thema Auflagen. Die grundsätzliche Planung und den Kosten-Überblick behandelt unser Beitrag zur Eventlocation München mit Planung und Kosten, den Preisvergleich nach Personenzahl der Beitrag zum Münchner Preisvergleich nach Personenzahl. Hier geht es allein um die Auflagen im Detail und ihren Kosteneffekt. Alle Werte verstehen sich als Richtgrößen, je nach Haus, netto zuzüglich Mehrwertsteuer.
Die erste Frage an jede Münchner Location lautet, ob externes Catering erlaubt ist. Die Antwort fällt je nach Haus in eines von drei Modellen, und jedes verändert Spielraum und Budget auf eigene Weise.
Das offenste Modell ist die freie Caterer-Wahl. Hier bringt man den Caterer seiner Wahl mit, gegen eine Nutzungspauschale für Küche und Räume. Das gibt maximale Freiheit bei Menü, Qualität und Preis und passt zu Firmen, die bereits mit einem festen Caterer arbeiten. Der Preis für diese Freiheit ist eine Pauschale, die das Haus für die Nutzung seiner Infrastruktur verlangt.
In der Mitte steht die Empfehlungsliste. Die Location nennt eine Handvoll geprüfter Caterer, die das Haus kennen, und aus dieser Liste wählt man aus. Das nimmt Recherche ab und sorgt für einen reibungslosen Ablauf, engt die Auswahl aber ein. Wer einen Caterer außerhalb der Liste möchte, muss verhandeln, und nicht jedes Haus lässt mit sich reden.
Am strengsten ist die feste Bindung an den Haus-Caterer. Hier kocht ausschließlich der hauseigene oder exklusiv gebundene Caterer, externe Anbieter sind ausgeschlossen. Das vereinfacht die Organisation, weil Küche und Service eingespielt sind, nimmt aber jede Preis- und Menüverhandlung mit Dritten aus der Hand. Gerade repräsentative Münchner Häuser arbeiten so. Die grundsätzliche Logik hinter externem Catering und Auflagen erklärt übertragbar unser Beitrag zu externem Catering in Eventlocations.
Welches Modell für ein bestimmtes Event das richtige ist, hängt vom Anlass ab. Für ein Kundendinner mit klarem Qualitätsanspruch kann der eingespielte Haus-Caterer die sichere Wahl sein, für ein Team-Event mit knappem Budget die freie Caterer-Wahl mit einem günstigeren Anbieter. Klar sein muss das Modell aber, bevor der erste Caterer angefragt wird.
Sobald das Modell steht, wird aus der Auflage eine Zahl. Drei Posten treiben die Rechnung: das Korkgeld für mitgebrachte Getränke, die Externen- oder Küchenpauschale für einen fremden Caterer und die indirekten Kosten der Caterer-Bindung.
Das Korkgeld fällt an, wenn man Getränke selbst mitbringt, statt sie über das Haus zu beziehen. In München liegt es als Beispielwert bei rund 2 € pro Flasche Wein oder Bier und rund 6 € pro Flasche Spirituosen. Dafür kühlt das Haus die Getränke, stellt Gläser bereit und schenkt aus. Bei einem Abend mit fünfzig Gästen und großzügigem Weinausschank summiert sich das schnell, weshalb ein Vergleich mit dem hauseigenen Getränkepreis lohnt.

Grafik 1: Auflagen-Kostenübersicht München, Richtwerte je nach Haus, netto zuzüglich Mehrwertsteuer. Korkgeld rund 2 € pro Flasche Wein oder Bier und rund 6 € pro Flasche Spirituosen. Externen- oder Küchenpauschale für einen fremden Caterer je nach Haus im mittleren bis hohen dreistelligen Bereich oder als Aufschlag pro Person, plus Anlieferung. GEMA bei Musik je nach Größe und Dauer. Kaution je nach Haus im mittleren dreistelligen Bereich, meist erstattet. Endreinigung ebenfalls im mittleren dreistelligen Bereich. Alle Nebenkosten zusammen erhöhen die Rechnung grob um 20 bis 40 %.
Bei einem externen Caterer kommt die Küchen- oder Nutzungspauschale hinzu. Sie deckt die Nutzung von Küche, Kühlung, Strom und Räumen und liegt je nach Haus im mittleren bis hohen dreistelligen Bereich, manchmal als Aufschlag pro Person. Dazu rechnet der Caterer seine Anlieferung. Diese Pauschale ist der Preis dafür, dass man nicht den Haus-Caterer nutzt, und sie kann die vermeintliche Ersparnis durch einen günstigeren externen Anbieter aufzehren. Gerade deshalb gehört sie in jeden Angebotsvergleich.
Die Caterer-Bindung hat keinen eigenen Preisschild, wirkt aber indirekt. Wo nur der Haus-Caterer kochen darf, fehlt der Wettbewerb, und die Pro-Kopf-Preise liegen häufig über dem freien Markt. Das ist kein Aufpreis auf der Rechnung, gemeint ist ein Verzicht auf Verhandlungsspielraum. Beim Vergleich mehrerer Häuser sollte man diesen Effekt einpreisen und die Gesamtsumme aus Miete plus gebundenem Catering gegen die Alternative aus Miete, freier Caterer-Wahl und Externen-Pauschale stellen.

Neben der Frage nach dem Caterer stehen die zeitlichen und rechtlichen Auflagen, die den Abend rahmen. Sie kosten nicht immer direkt Geld, verschieben aber Ablauf und Budget, wenn man sie erst am Eventtag bemerkt.
Die Sperrzeit begrenzt das Ende der Veranstaltung. In München fällt sie je nach Bezirk und Location unterschiedlich aus, in der Innenstadt oft strenger als am Stadtrand. Für ein Abendevent heißt das, dass Musik und Ausschank zu einer festen Uhrzeit enden, was den Zeitplan für Menü, Reden und Party bestimmt. Für eine Feier bis in die Nacht sollte man die Sperrzeit der konkreten Location vorab erfragen, statt vom Wunschende auszugehen.
Sobald Musik läuft, kommt die GEMA ins Spiel. Für öffentlich wahrnehmbare Musik fallen Gebühren an, deren Höhe sich nach Größe der Veranstaltung und Dauer richtet. Bei kleineren Firmenevents ist der Posten überschaubar, bei großen Festen mit Live-Musik oder DJ wächst er. Manche Häuser klären die GEMA-Anmeldung selbst, andere überlassen sie dem Veranstalter, weshalb die Zuständigkeit früh geklärt gehört.
Für Outdoor-Formate und späte Stunden kommen Lärmschutzauflagen dazu. Rooftop, Innenhof oder Seeterrasse sind in München beliebt, unterliegen aber Grenzen für die abendliche Lautstärke, damit die Nachbarschaft nicht gestört wird. Je nach Fläche und Anlass sind zusätzliche Genehmigungen nötig, etwa für Aufbauten oder die Nutzung öffentlicher Flächen. Welche Posten bei Firmenevents sonst noch leicht übersehen werden, beleuchtet unser Beitrag zu den versteckten Catering-Kosten bei Firmenevents. Diese Auflagen sind kein Grund gegen ein Event, sie gehören nur früh auf die Liste.
Die letzte Gruppe von Posten sind die, die rund ums Catering entstehen und in keiner Menükarte auftauchen. Kaution, Endreinigung, Technik und Mietgeschirr summieren sich, und gemeinsam heben sie die Rechnung grob um 20 bis 40 % über den reinen Catering-Preis.
Die Kaution verlangen viele Häuser als Sicherheit für Schäden und liegt je nach Location im mittleren dreistelligen Bereich. Sie wird nach dem Event zurückerstattet, sofern alles unbeschädigt bleibt, bindet aber bis dahin Kapital und gehört in die Liquiditätsplanung. Die Endreinigung ist der Posten, der am häufigsten überrascht: Manche Häuser rechnen sie pauschal ab, ebenfalls im mittleren dreistelligen Bereich, andere erwarten die Rückgabe im besenreinen Zustand durch den Caterer.

Grafik 2: Auflagen-Check-Matrix München, Auflage, worauf zu achten ist und typischer Budgeteffekt, je nach Haus. Externes Catering, Modell freie Wahl, Liste oder Bindung klären, Effekt mittel bis hoch. Korkgeld rund 2 € pro Flasche Wein oder Bier und rund 6 € pro Flasche Spirituosen, gegen Hauspreis vergleichen, Effekt gering bis mittel. Externen- oder Küchenpauschale je nach Haus im mittleren bis hohen dreistelligen Bereich, Effekt mittel bis hoch. Sperrzeit je nach Bezirk, Endzeit abfragen, Effekt gering. GEMA bei Musik je nach Größe und Dauer, Zuständigkeit klären, Effekt gering bis mittel. Kaution und Endreinigung je nach Haus im mittleren dreistelligen Bereich, Effekt mittel.
Die Technik ist der nächste Posten. Ton, Licht und Präsentationstechnik sind in manchen Häusern in der Miete enthalten, in anderen extra zu buchen oder über Fremdanbieter zu organisieren. Bei einer geplanten Rede, Präsentation oder Musik klärt man früh, was das Haus stellt und was fehlt. Beim Mietgeschirr ist die Frage ähnlich: Bringt der externe Caterer sein eigenes Geschirr mit, oder mietet das Haus es zu, und wer zahlt für Bruch?
Zuletzt die Anfahrt und Anlieferung. In der Münchner Innenstadt sind Parkmöglichkeiten für den Caterer knapp, Ladezonen begrenzt und Anlieferzeiten teils reglementiert. Das treibt die Logistikkosten des Caterers, die er über die Anfahrtspauschale weitergibt. Rechnet man Kaution, Reinigung, Technik, Mietgeschirr und Anfahrt zusammen, erklärt sich der Aufschlag von 20 bis 40 %, der die reine Catering-Zahl von der Endsumme trennt.
Damit am Eventtag nichts überrascht, gehören die Auflagen vor die Unterschrift. Ein kurzer Fragenkatalog an die Location bringt alle relevanten Punkte auf den Tisch, bevor der Vertrag steht.
Beim Catering fragt man zuerst nach dem Modell: freie Caterer-Wahl, Empfehlungsliste oder feste Bindung. Ist externes Catering erlaubt, folgt die Frage nach der Externen- oder Küchenpauschale und danach, was sie abdeckt. Bringt man Getränke selbst mit, klärt man das Korkgeld pro Flasche und vergleicht es mit dem Getränkepreis des Hauses. Diese drei Fragen entscheiden über den größten Teil des Budgeteffekts.
Der zweite Block betrifft Zeit und Recht. Wann ist die Sperrzeit, wer meldet die GEMA an, gelten Lärmschutzauflagen für Outdoor oder späte Stunden, und braucht die geplante Fläche eine zusätzliche Genehmigung? Der dritte Block sind die Nebenkosten: Höhe der Kaution, ob eine Endreinigung berechnet wird oder besenreine Rückgabe erwartet ist, welche Technik im Haus verfügbar ist und wie die Anlieferung geregelt wird.
Am wirksamsten ist es, sich diese Antworten schriftlich geben zu lassen und in den Angebotsvergleich einzubauen. Zwei Häuser mit gleicher Grundmiete können sich durch Externen-Pauschale, Korkgeld und Reinigung um mehrere hundert Euro unterscheiden. Für die laufende Mitarbeiterversorgung über das einzelne Event hinaus lässt sich das passende Business-Catering in München flexibel zuschneiden.

Ob ein Firmenevent in einer Münchner Location gelingt und im Budget bleibt, entscheidet sich an den Auflagen. Das Catering-Modell steht an erster Stelle, denn freie Wahl, Empfehlungsliste oder feste Bindung legen fest, welchen Caterer man beauftragen darf und ob eine Externen-Pauschale im mittleren bis hohen dreistelligen Bereich anfällt. Das Korkgeld von rund 2 € pro Flasche Wein oder Bier und rund 6 € pro Flasche Spirituosen, dazu Sperrzeit, GEMA, Kaution und Endreinigung, ergeben zusammen einen Aufschlag von grob 20 bis 40 % auf den reinen Catering-Preis.
Wer diese Punkte vor der Unterschrift schriftlich klärt und in den Angebotsvergleich einbaut, erlebt am Eventtag keine Überraschung und kann zwei Häuser fair gegeneinander stellen. Der nächste Schritt ist eine kurze Anfrage bei der Wunsch-Location mit genau diesen Fragen, bevor der Caterer feststeht.
Nicht immer. Viele Münchner Locations arbeiten mit freier Caterer-Wahl, einer Empfehlungsliste oder einer festen Bindung an den Haus-Caterer. Bei freier Wahl ist externes Catering gegen eine Küchen- oder Nutzungspauschale erlaubt, bei fester Bindung ausgeschlossen. Das Modell sollte vor der Buchung geklärt werden, weil es Caterer-Auswahl und Budget stark beeinflusst.
Korkgeld ist die Gebühr für selbst mitgebrachte Getränke. In München liegt es als Richtwert bei rund 2 € pro Flasche Wein oder Bier und rund 6 € pro Flasche Spirituosen, je nach Haus. Dafür kühlt das Haus die Getränke, stellt Gläser und schenkt aus. Ein Vergleich mit dem hauseigenen Getränkepreis zeigt, welche Variante günstiger ist.
Die Sperrzeit hängt von Bezirk und Location ab, in der Innenstadt fällt sie strenger aus als am Stadtrand. Sie begrenzt das Ende von Musik und Ausschank zu einer festen Uhrzeit. Die konkrete Endzeit sollte man bei der Location erfragen, statt vom Wunschende auszugehen, damit der Zeitplan für Menü und Programm passt.
Ja. Für öffentlich wahrnehmbare Musik fallen GEMA-Gebühren an, deren Höhe sich nach Größe und Dauer der Veranstaltung richtet. Bei kleineren Firmenevents ist der Posten überschaubar, bei großen Festen mit Live-Musik oder DJ höher. Manche Häuser übernehmen die Anmeldung, andere überlassen sie dem Veranstalter, weshalb die Zuständigkeit früh geklärt gehört.
Die Endreinigung liegt je nach Haus im mittleren dreistelligen Bereich, wenn sie pauschal berechnet wird. Manche Locations erwarten stattdessen die Rückgabe im besenreinen Zustand durch den Caterer. Dazu kommt oft eine Kaution im mittleren dreistelligen Bereich, die nach dem Event erstattet wird, sofern nichts beschädigt ist.
Am besten mit einem festen Fragenkatalog an die Location: Catering-Modell, Externen-Pauschale, Korkgeld, Sperrzeit, GEMA-Zuständigkeit, Lärmschutz, Kaution, Endreinigung, Technik und Anlieferung. Die Antworten sollte man sich schriftlich geben lassen und in den Angebotsvergleich einbauen, denn zwei Häuser mit gleicher Miete können sich durch diese Posten um mehrere hundert Euro unterscheiden.
